Der Jakobsweg vom Hochrhein bis Vézelay

Kurze Wegbeschreibung:

Dieser Jakobswegabschnitt führt von Waldshut am Hochrhein über Basel durch den Sundgau im Elsass und durch Franche-Comté bis Vézelay in Burgund. Zwischen Couthenans und Gy ist die Route identisch mit dem Weg, der im Pilgerführer "Jakobsweg von Breisach bis Taizé/Cluny" beschriebenen ist. Während die Route über Cluny nach Le Puy führt, geht dieser Weg nach Westen über Gray zum Pilger- und Wallfahrtsort Vézelay.

Bilder vom Weg

Die Route über Vézelay zu den Pyrenäen ist vom Hochrhein aus die kürzeste Verbindung nach Santiago de Compostela.

Zubringer von Konstanz:
Wer von Konstanz zur Burgundischen Pforte pilgern möchte, kann auf der "Via Rhenana" am Rhein entlang nach Schaffhausen gehen und dann dem "Hochrhein Höhenweg" folgen. Ab dem Kaiserhof bei Klettgau-Bühl geht es auf dem von Donaueschingen kommenden Jakobsweg nach Waldshut.

Weglänge:
Von Konstanz bis Waldshut sind es ca. 100 km, von Waldshut bis Vézelay ca. 470 Kilometer.
Eine detaillierte Kilometertabelle finden Sie hier.

Pilgerführer:
Den Pilgerführer "Der Jakobsweg vom Hochrhein bis Vézelay" können Sie hier bestellen.

Wanderkarten:
Vom Schweizer Bundesamt für Landestopografie gibt es die TOP50-Karten 214T (Liestal) und 213T (Basel). Vom französischen Institut Geografique National gibt es die TOP100-Karten 122 (Colmar – Basel), 130 (Vesoul – Langres), 129 (Dijon – Montbard) und 128 (Auxerre – Montargis). Aber mit dem Pilgerführer braucht man eigentlich keine Karten.

Wegführung:
Den genauen Wegverlauf auf Google Maps finden Sie für den Weg von Konstanz und Waldshut bis Couthenans hier, für den weiteren Weg bis Vézelay hier.

GPS-Tracks:
GPS-Tracks für den Weg von Konstanz und Waldshut bis Couthenans gibt es hier, für den weiteren Weg bis Vézelay hier.

Quartiere:
Unterkünfte sind in den beschriebenen Regionen dünn gesät. Natürlich gibt es in größeren Städten Hotels, die auch nicht allzu teuer sind. Trotzdem ist man als Pilger auch auf billigere Unterkünfte angewiesen.
Die in Frankreich üblichen Gîtes d'étape sind einfache Häuser mit Schlafräumen, meist mit mehreren Stockbetten. Es gibt fast immer auch eine Selbstkocher-Küche und einen Aufenthaltsraum. Sie sind eine gute Vorübung für die Pilgerherbergen in Spanien.
Chambres d'Hôtes sind Gästezimmer in Privathäusern oder auf Bauernhöfen, bei denen eigentlich immer ein großes Abendessen und ein gutes Frühstück geboten wird, was den höheren Preis ohne weiteres rechtfertigt. Etliche dieser Unterkünfte tragen das Siegel "Gîtes de France", was nicht zu Verwechslungen mit den oben genannten Gîtes d'étape führen sollte.
In unserem Pilgerführer sind bei vielen Orten Unterkunftsmöglichkeiten angegeben. Weitere Adressen findet man im Internet.
Für die Franche-Comté gibt es von der Jakobusgesellschaft AF-CCC eine ausführliche Etappenübersicht mit Hinweisen auf Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten, das Sie hier bestellen können. Eine Kurzübersicht gibt es hier.

Kennzeichnung:
Der Weg von Konstanz und Waldshut bis Basel ist nur spärlich mit der Jakobsmuschel markiert. Man folgt den gelben Rauten, die auf deutscher Seite der Schwarzwaldverein, auf Schweizer Seite die dortige Wanderorganisation anbringen. Ab Basel ist der Weg dann durchgängig mit dem europäischen blau-gelben Jakobswegzeichen markiert, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen. Im Pilgerführer wird darauf detailliert hingewiesen. Im Elsass und in Franche-Comté hat das Muschelzeichen keine Richtungs-Bedeutung (im Gegensatz zur Verwendung in Deutschland). In Burgund zeigt der Knoten der Muschel wieder in Richtung Santiago.     

Jakobusgesellschaften:
Baden: Badische St. Jakobusgesellschaft e.V.
Schweiz: Verein Jakobsweg.ch
Elsass: Les Amis de Saint Jacques en Alsace
Franche-Comté: Association Franc-Comtoise du Chemin de Compostelle (AF-CCC)
Burgund: Confraternité des pélerins de Saint Jacques de Compostelle en Bourgogne

Bilder und Pilgerbericht:
Bilder vom Weg gibt es hier.
Einen Pilgerbericht von 2012 von Jürgen Breinig finden Sie hier.
Einen Bericht von 2016 aus einem Pilgerforum finden Sie hier.

Weitere Auskünfte bei:
Berthold Burkhardt und Hans-Jörg Bahmüller.